Heizkörper und Fußbodenheizung


Fußbodenheizung – Wärme über die Bodenfläche
Eine Fußbodenheizung nutzt die Bodenfläche eines Raumes als Heizfläche und gibt die Wärme großflächig an den Raum ab. Die Heizrohre oder elektrischen Heizelemente werden dabei je nach System im oder auf dem Bodenaufbau verlegt. Die gewünschte Raumtemperatur lässt sich über eine entsprechende Regelung einstellen und an die Nutzung der einzelnen Räume anpassen.Fußbodenheizungen werden häufig im Neubau eingesetzt, eignen sich aber je nach baulichen Voraussetzungen auch für die Modernisierung bestehender Gebäude. Für Renovierungen stehen beispielsweise Systeme mit geringer Aufbauhöhe zur Verfügung. Welche Variante infrage kommt, hängt unter anderem vom vorhandenen Bodenaufbau, der Raumhöhe, dem gewünschten Bodenbelag und der bestehenden Heizungsanlage ab.
Fußbodenheizung und Heizsystem
Die Wärmeübergabe über den Fußboden kann mit unterschiedlichen Wärmeerzeugern kombiniert werden. Besonders bei modernen Heizungsanlagen spielt die Abstimmung zwischen Wärmeerzeuger, Heizflächen und Regelung eine wichtige Rolle. Bei einer Modernisierung sollte deshalb geprüft werden, welche Vorlauftemperaturen das bestehende Heizsystem benötigt und ob die vorhandene Fußbodenheizung beziehungsweise die geplante Ausführung dazu passt.
Auch eine Kombination verschiedener Wärmeübergabesysteme ist möglich. So können beispielsweise Fußbodenheizungen und Heizkörper innerhalb eines Gebäudes eingesetzt werden. Eine fachgerechte Planung berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Anforderungen der Räume und stimmt die Heizflächen entsprechend aufeinander ab.
Vorteile einer Fußbodenheizung
Die großflächige Wärmeabgabe ermöglicht eine andere Art der Wärmeverteilung als bei klassischen Heizkörpern. Da keine Heizkörper an den Wänden benötigt werden, bietet eine Fußbodenheizung zudem mehr Freiheit bei der Raumgestaltung. Je nach System und Gebäudesituation kann sie sowohl für einzelne Räume als auch für die gesamte Wohnfläche geplant werden.
Bei der Auswahl spielen neben dem Heizkomfort auch die baulichen Voraussetzungen eine Rolle. Wichtig sind unter anderem der vorhandene Bodenaufbau, die Dämmung, die Raumhöhe und der geplante Bodenbelag. Nicht jeder Bodenbelag ist für jede Ausführung gleichermaßen geeignet.
Fußbodenheizung nachrüsten
Eine Fußbodenheizung lässt sich nicht nur im Neubau einsetzen. Bei einer Sanierung können sogenannte Flächenheizsysteme mit geringer Aufbauhöhe eine Möglichkeit zur Nachrüstung darstellen. Dabei wird die vorhandene Bausubstanz berücksichtigt und geprüft, welche Systemvariante technisch und baulich geeignet ist.
Vor der Installation sollte der bestehende Bodenaufbau fachgerecht geprüft werden. Auch die Heizlast der Räume und die vorhandene Heizungsanlage sollten in die Planung einbezogen werden. So lässt sich feststellen, welche Heizfläche und welche Systemausführung für das jeweilige Gebäude infrage kommen.
Fußbodenheizung fachgerecht planen
Eine Fußbodenheizung sollte individuell auf das Gebäude und die jeweiligen Räume abgestimmt werden. Entscheidend sind unter anderem Raumgröße, Heizlast, Bodenaufbau, Dämmstandard, Bodenbelag und die gewünschte Regelung.
Eine fachgerechte Planung und Installation schafft die Grundlage für eine bedarfsgerechte Wärmeübergabe. Für Neubau, Modernisierung oder Nachrüstung kann gemeinsam geprüft werden, welche Ausführung der Fußbodenheizung zu den baulichen Gegebenheiten und dem vorhandenen Heizsystem passt.
Ratgeber Fußbodenheizung
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